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Aufschwung / Krise
 



Vor allem in den Städten Cork und Dublin und um sie herum entstanden schon bald grosse Destillerien. In der Hafenstadt Dublin wurde schon bald begonnen, Whiskey mit Hilfe von Kohlefeuer statt Torffeuer zu produzieren. Wegen dem fehlenden Torfrauch erhielt der Whiskey einen leichteren Geschmack. So entstand der Irish Whiskey wie man ihn heute kennt.
Dieser leichtere und weichere Whiskey eroberte den Markt ausserhalb Irlands sehr schnell. Vor allem die Engländer, Kanadier und Amerikaner liebten diesen leichten, ungetorften Whiskey.


Dies führte dazu, dass die kleinen Destillerien in den Provinzen oder Countys immer grössere Probleme bekamen, ihre Destillate an die Kunden zu bringen. Sie produzierten vor allem stärkere – wenn auch nicht intensiv getorfte – Whiskeys.

Auch sie lebten wie die grossen Destillerien ebenfalls zum Hauptteil vom Export und hatten im internationalen Markt bereits gegen die starke Konkurrenz der schottischen Whiskys anzukämpfen.

Dieser Kampf – nun auch noch gegen eine starke Gegnerschaft aus dem eigenen Land – führte zum Aus für die meisten der kleinen Destillerien.


In den letzten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts kamen auch noch grosse Absatzprobleme für die ganze irische Whiskey-Industrie dazu. Diese hatten verschiedene Gründe. Der Gravierendste war aber die vorausgegangene Überproduktion und die als Folge davon zu grossen Lagerbestände.

Nach den irischen Unabhängigkeitskriegen gegen die Engländer – 1919 bis 1921 – waren auch auf einen Schlag die Exportmöglichkeiten nach Grossbritannien und alle seine Kolonien weg.


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