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Dieses Prinzip funktionierte bis zur Erfindung der Kühleinrichtung – und diese Einrichtung besass man zu jener Zeit noch nicht – nur bei zu destillierenden Ausgangsflüssigkeiten, deren Siedepunkt höher liegt als derjenige von Wasser (und dieses verdampft bei 100° Celsius). Bei den schweren ätherischen Ölen (Rosenöl usw.) ist dies der Fall. Nicht aber beim Alkohol!
Dieser verdampft nämlich bereits bei 78°C und verflüchtigte sich beim damaligen Stand der Technik bereits bevor eigentliches Destillat entstehen konnte. Und trotzdem gelang es offenbar schon Alchemisten im alten Ägypten, trinkbare Spirituosen aus vergorenen Frucht- oder Obstsäften zu destillieren. Es dürfte sich dabei aber noch nicht um den heute bekannten reinen Alkohol gehandelt haben. Auch den Chinesen, Indern, Mongolen, Tibetanern und anderen Völkern im Osten gelang es, destillierte Spirituosen aus vergorener Milch, Palmensaft, Kokosnuss-Saft usw. zu gewinnen.
Auch im alten Griechenland wurde – wie bereits erwähnt – destilliert. Aristoteles beschrieb unter anderem im 4. Jahrhundert vor Christus, wie Meerwasser durch Destillation trinkbar gemacht werden kann. Er beschrieb weiter, dass Weine und andere Flüssigkeiten demselben Verfahren unterzogen werden können. Von ihm stammt auch der Ausspruch, dass Betrunkene, wenn sie zu viel Wein getrunken haben, immer auf die Nase fallen. Waren aber zuviel starke Getränke – sprich Destillate – im Spiel, auf den Hinterkopf!
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Die Alchemisten des Mittelalters verbesserten die Kühlleistung der Apparaturen. Sie bestückten die Destillationsapparate mit sehr langen Kühlrohren.
Mit der effektiven Entdeckung der Alkohol-Destillation im 12. Jahrhundert erhielt man eine brennbare Flüssigkeit, die vor allem in der Medizin breite Verwendung fand. Im Mittelalter wurde vor in erster Linie in den Klöstern destilliert. Dabei brannte man hauptsächlich Wein zu Weinbrand (in Frankreich bekannt unter dem Namen Cognac).
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