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Die "Erfindung" des Whisk[e]y 2
 



Sie destillierten dieses Ausgangsprodukt, weil in keinem der drei Länder Wein wuchs, Getreide aber in genügender Menge vorhanden war.

Der Grundgedanke hinter der Destillation in den irischen und schottischen Klöstern aber war und blieb die Herstellung von Essenzen für den medizinischen Bedarf. Andere Einsatzgebiete neben den Medizinischen haben sich auch in diesen Ländern rein zufällig ergeben . . .


Der älteste Beweis für die Herstellung eines Destillates aus Getreide (und damit von Whisk[e]y) ist ein Dokument der Finanzbehörden vom 24. August 1494. Es stammt . . . aus Schottland.

In diesem amtlichen Dokument steht geschrieben, dass an diesem Tag im Namen des Königs an den Klosterbruder John Cor acht Bor (Zentner)Getreide für die Zubereitung von "aqua vitae" geliefert wurden.

König James IV – um ihn handelte es sich beim Besteller – war der beliebteste König aus dem Hause der sonst eher unbeliebten und oft "eigenartig" regierenden Stuart's aus welcher auch die berühmte Maria Stuart stammte.


Ihm wurde nachgesagt, dass er eine grosse Vorliebe für "aqua vitae" oder "uisge beatha" hatte. Es darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass er zu jener Zeit erst knapp 20 Jahre alt war und sich selbst als Arzt bezeichnete. So darf man annehmen, dass ein beträchtlicher Teil des "uisge beatha" wirklich nur medizinischen Zwecken diente . . .

Die erste schriftliche Erwähnung der Herstellung von "aqua vitae" in Schottland ist aber auch in anderer Hinsicht bedeutend: Sie enthält den ersten urkundlichen Hinweis, dass dieses Getränk aus Getreide destilliert wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt nahm man an Schulen und Universitäten an, dass "aqua vitae" auf den britischen Inseln ebenfalls immer nur aus Wein gebrannt war.

Bei der Erforschung der Geschichte berühmter Spirituosen ist es schon grundsätzlich sehr schwer, eine Grenze zwischen Legende und Wirklichkeit zu ziehen. Beim Whisky ist dies absolut unmöglich: Mythologie und Wirklichkeit gehen nahtlos ineinander über!


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