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Die Zeit ab 1900
 



Schon bald kam aber auch in den USA der erste Einbruch: Während des ersten Weltkrieges (1914 bis 1918) wurden viele Brennereien gezwungen, statt Whisk[e]y Schiesspulver zu produzieren: Whisk[e]y wurde knapp.

. . . und dann war es wieder die Politik, die den amerikanischen Whisk[e]y-Produzenten das Leben schwer machte: Die Prohibition wurde proklamiert, das heisst, alles was mit Alkohol zu tun hatte, war in den USA verboten. Prohibition

Die Prohibition war für die amerikanischen Destillerien in mehrfacher Hinsicht absolut vernichtend. Auf der einen Seite legte sie die Produktionskapazitäten der amerikanischen Betriebe lahm, auf der Anderen erlaubte sie den anderen Whisk[e]y produzierenden Ländern wie Schottland, Irland und Kanada eine starke Erhöhung der Produktion.

Weil aber alles was verboten ist, erst recht interessant wird, kam es so, wie es kommen musste. Der Schmuggel von Whisk[e]y und anderen alkoholischen Getränken nach Amerika blühte!


Gangster-Dynastien entstanden. Einer der berühmtesten Bandenchefs war Al Capone. Im Norden belieferten die Kanadier die USA mit Whisky. Im Osten kümmerten sich vor allem die Niederländer um den illegalen Import aus Europa (Weine aus Frankreich und Italien, Whisk[e]ys aus Irland und Schottland usw.). Und in Florida und an der Südküste landeten die Schiffe der Schmuggler mit Destillaten (meistens Rum) aus den karibischen Staaten.

Amerika schaffte es nicht, mit der Prohibition den Genuss von alkoholischen Getränken zu verhindern. Die Länge der Grenze mit viel Meer-Anstoss rund um das grosse Land machte diese Absicht zur reinen Utopie.


Auch in den USA gab es in der Folge eine starke Konzentration der Destillerien. Heute stammen sehr viele der alten Marken aus grossen, fabrikähnlichen Destillerien.

Die ganz grossen Namen wie zum Beispiel Jack Daniels, Jim Beam, Four Roses, Maker's Mark, George Dickel usw. werden aber immer noch in eigenen Destillerien hergestellt, obwohl viele von Ihnen Teil grosser Konzerne sind.



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