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Geniessen
 

Geniessen von Whiskys aus Schottland   Geniessen von Whiskeys aus Irland   Geniessen von Whisk[e]ys aus Kanada und den USA
 

Es ist nicht sicher, dass einem der Whisk[e]y in der für das "Nosing" optimalen Verdünnung mit Wasser dann auch beim Trinken wirklich schmeckt. Versuchen sollte man ihn auf alle Fälle aber auch einmal so. Es ist möglich, dass man ein ganz neues – und vielleicht sehr positives – Erlebnis mit einem schon länger bekannten Whisk[e]y haben kann, wenn man ihn in der für das "Nosing" gefundenen "Einstellung" geniesst! Es existieren nicht wenige Whisk[e]ys, welche ihr wahres Ich für das Trinken ebenfalls erst nach der Zugabe von ein wenig Wasser zeigen.

Vorteilhafterweise beginne man aber auch hier mit einem unverdünnten Whisk[e]y. Und es gilt ebenfalls: Wasser sparsam einsetzen!


Der Geschmack im Mund

Die Zunge des Menschen besitzt vier hauptsächliche Empfindungszonen. Diese sind für die Wahrnehmung der unterschiedlichen Geschmacksrichtungen verantwortlich:

Die Zungenspitze ist empfindlich für Süsses. An den oberen Zungenrändern empfindet man Saures und an den Seiten Salziges. Für das Empfinden von Trockenheit und Bitterkeit ist der hintere Zungenteil zuständig.

Kennt man diese Geschmackszonen der Zunge, wird einem klar, weshalb dem Glas eine grosse Bedeutung zukommt:

Der Whisk[e]y muss zuerst auf das Zentrum der Zunge gebracht werden. Von dort aus werden die ganze Zunge und der gesamte Mund benetzt. Dabei werden auch der Gaumen und die Mund-Seitenwände mit einbezogen. Es ist sehr wichtig, dass man zuerst nur einen kleinen Schluck nimmt. Diesen rollt man im Mund, um die verschiedenen Geschmacksempfindungen zu aktivieren und einen ersten, allgemeinen Eindruck des Whisk[e]ys zu erhalten.

Nach diesem ersten Schluck warte man unbedingt einen Moment – oder auch zwei – bis man die gleiche Prozedur wiederholt. Die Geschmacksknospen der Zunge brauchen nämlich eine gewisse Zeit, bis sie sich wieder neutralisiert haben. Dieser zweite, wichtige, Schluck wird in der Regel das ganze Gefühl, welches ein guter Whisk[e]y zu geben imstande ist, hervorbringen.


Der Abgang oder Nachklang

Der Geschmack, welcher im Rachenraum und in der Kehle entsteht, nachdem man den Whisk[e]y geschluckt hat, nennt man Abgang, Nachklang oder auch Finish.

Er spielt beim Whiskygenuss ebenfalls eine wichtige Rolle: Ist die Geschmacks-Empfindung, die der Whisk[e]y in diesem Moment vermittelt, gleich weg oder bleibt sie bestehen und wirkt in ihrer ganzen Fülle noch lange nach? Bleibt der Eindruck des Whisky lange erhalten, so spricht man von einem langen Abgang. Das Gegenteil davon nennt man einen kurzen oder schnellen Abgang.

Der Abgang oder Nachklang kann als warm, bitter, voll, rauchig, lang, kurz usw. empfunden werden. Sind die zuerst in der Nase, dann auf der Zunge und im Gaumen erfahrenen Aromen im Nachklang oder Abgang noch bemerkbar? Sind vielleicht noch Neue hinzugekommen? Haben sich einige Empfindungen sogar verstärkt?

Mit diesen Fragen ist die Theorie zu Ende! Viel Spass beim Geniessen der Whisk[e]ys aus Schottland, Irland, Kanada und den USA und den anderen Whisk[e]y-produzierenden Ländern der Welt!

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