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Die Schotten können für sich in Anspruch nehmen, das erste Dokument zu besitzen, welches die Herstellung von Whisky aus Getreide nachweist. Die Iren dagegen können behaupten, die älteste lizenzierte Destillerie zu haben.
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König James I erteilte diese erste Lizenz im Jahr 1608 an Sir Thomas Phillipps, den damaligen Besitzer der Destillerie Bushmills.
In diese Lizenz waren aber auch noch andere Destillerien der Region eingeschlossen. Diese existieren aber alle seit langer Zeit nicht mehr.
Die Destillerie Bushmills – sie wurde in der Zwischenzeit komplett neu aufgebaut – existiert und produziert heute noch.
Sie steht zwar an einem anderen Ort als ihre Vorgängerin, aber noch immer in der gleichen Gegend von Nordirland. |
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Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Irland über 2000 kleine – fast ausschliesslich illegale – Destillerien. Ihr schwarz gebranntes Produkt nannten die Iren "poteen" (kleiner Topf). Die illegalen Destillerien brannten vor allem Gerstenmaische zu Whiskey.
Irland war bereits seit dem 12. Jahrhundert voll in das englische Königreich integriert und hatte deshalb keine eigene Regierung. Die Engländer übten also ihre Macht in Irland schon viel früher als in Schottland aus. Sie führten dort bereits 1660 die Alkohol- und damit die Whiskeysteuer ein.
Die Folge davon war, dass auch in Irland ein jahrzehntelanger Kampf zwischen den englischen Zollbeamten und den einheimischen Schwarzbrennern und Schmugglern tobte, in welchem die Schwarzbrenner – auch hier eine Parallele zu Schottland – lange Zeit die Nase vorne hatten.
Gleich wie in Schottland revolutionierte dann aber das für alle Länder unter britischer Regierung geltende Gesetz von 1823 die Whiskeydestillation. Mit der Bezahlung einer Lizenz wurde eine Legalisierung der Destillerien möglich. Diese Legalisierung gab – auch hier wieder eine Parallele zur Entwicklung in Schottland – den Destillerien eine bedeutend bessere Ausgangslage. Deshalb war Schwarzbrennen auch in Irland nicht mehr rentabel.
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