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So ging es weiter in Schottland
 

"Mountain Dew" (Bergtau)   Legalisierung / Lizenzierung   Industrialisierung   Whisky-Revolution   Erste Marken-Whiskys   Aufschwung / Krise / Aufschwung   Die Clans   Robert Burns
 

Im Jahr 1560 fand in Schottland ein – auch für die Entwicklung des Whiskys – einschneidendes Ereignis statt: Im Zuge der Reformation, resp. Anglikanisierung wurden die Klöster aufgehoben. Die Mönche mussten die Klöster verlassen und wurden Bürger der umliegenden Orte. Dort waren ihre Destillationskenntnisse hoch willkommen. An sehr vielen Plätzen Schottlands, an welchen Getreide angebaut wurde, entstanden mit dem Wissen dieser ehemaligen Mönche Hausbrennereien. Dank diesen konnten Getreide-Überschüsse verwertet werden.

Die Anzahl der Whisky-Brennereien nahm in der Folge stark zu. Dies vor allem auch wegen dem steigenden Konsum im nichtmedizinischen Bereich. Als Reaktion darauf wurde durch das Parlament im Jahr 1579 die Herstellung von "uisge beatha" eingeschränkt. Nur noch "Earls, Lords, Barons and Gentlemans" durften in ihren Haus-Brennereien weiter brennen. Dies aber nur für den Eigenbedarf. Zu diesen privilegierten Persönlichkeiten gehörten auch die Clan-Oberhäupter. So war es nur logisch, dass jeder Clan mindestens eine, grössere Clans oft aber mehrere, eigene Destillerien hatten. Diese lagen in den verschiedenen Clan-Gebieten über ganz Schottland verstreut. Destilliert wurden alle möglichen Getreidesorten wie Hafer, Weizen, Gerste und andere – in der betreffenden Region leicht verfügbaren – Arten. Clans

Obwohl nur noch Privilegierte Whisky destillieren durften, nahmen in Schottland Konsum und vor allem auch Export von Whisky stark zu.


Im Jahr 1707 wurden die beiden Parlamente von England und Schottland vereinigt. Sitz dieses vereinigten Parlamentes war London. Ab diesem Zeitpunkt befasste sich das gemeinsame Parlament logischerweise vermehrt auch mit Schottland. Und weil das Vereinigte Königreich Geld brauchte, befasste man sich auch mit dem schottischen Steuerrecht.

Als Folge davon wurde in Schottland die Branntweinsteuer eingeführt und schon bald auf den bereits ziemlich hohen englischen Satz angehoben. Aufstände in Schottland waren die Folge. Diese wurden aber von den Engländern und den mit ihnen verbündeten schottischen Clans sofort blutig niedergeschlagen.


Trotz der neuen hohen Steuer stiegen Produktion und Verkauf von Whisky aber weiter stark an. Auf der Halbinsel Kintyre, den westlichen Inseln und vor allem in den Highlands entstanden immer mehr kleine Destillerien, welche vom Boom profitierten.

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