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Warum aber einmal "Whisky" und einmal "Whiskey"?
Whisky – ohne "e" – werden die Destillate aus Schottland und Kanada genannt.
Diejenigen aus Irland und den USA schreiben sich – mit einigen wenigen Ausnahmen – Whiskey (mit einem "e").
Das Wort selbst stammt von "uisge beatha" (schottisch) oder "uisce beatha" (irisch-gälisch). Beides bedeutet Wasser des Lebens und ist eine Übersetzung des lateinischen "aqua vitae", aus welchem zum Beispiel ebenfalls das französische "eau-de-vie" oder das skandinavische "Aquavit" abgeleitet wurden.
Der Ausdruck Whisk[e]y entstammt einer "Interpretation" – um nicht zu sagen: Verschandelung oder Verhunzung, denn um eine solche handelte es sich eigentlich – durch die Engländer, welche der gälischen Sprache nicht mächtig waren und schottische Ausdrücke "abänderten".
Zuerst benutzten sie eine Zwischenform "usquebaugh" (sprich uisgibaff), bevor sie nur noch den ersten Teil des Wortes benutzten. Aus diesem wurde "uisge", "usky", "uisky" und schlussendlich das heute gebräuchliche Whisky.
Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Whisky auch in Irland ohne den unterscheidenden "e" geschrieben. Dann begannen einige Destillerien in Dublin, ihre Produkte Whiskey zu nennen. Sie wollten sich so von der Konkurrenz aus Schottland unterscheiden.
In den USA gibt es immer noch beide Schreibweisen.
Normalerweise schreiben jedoch heute die Schotten und die Kanadier "Whisky", die Iren und die meisten Amerikaner bevorzugen "Whiskey". Der Rest der Welt orientiert sich an der Schreibweise desjenigen Whisk[e]y-Typs, welcher in den Destillerien der betreffenden Länder nachzumachen versucht wird.
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