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Während der Whisky-Kriege anfangs der 1830er-Jahre begannen die Besitzer der legalen Destillerien in den Lowlands ihre im kontinuierlichen Verfahren hergestellten minderwertigeren und flacheren Produkte mit den in den "pot stills" im Hochland und auf den westlichen Inseln hergestellten, aromatischeren Whiskys verbotenerweise zu mischen (zu verschneiden oder blenden) und damit wirklich trinkbar zu machen.
Wirtshäuser und Lebensmittel-Händler verdünnten ihrerseits immer öfter die teureren Malt- mit den billigen Grain-Whiskys.
1853 begannen Andrew Usher senior und junior – sie waren in Edinburgh Vertreter der Destillerie Glenlivet aus den Highlands und wirklich ideenreiche Männer – Malt-Whiskys der von ihnen vertretenen Destillerie in verschiedenen Fassalterungsstufen offiziell zu mischen.
Ein Mischen von Whiskys aus verschiedenen Destillerien – seien diese Produzenten von Malt- oder Grain-Whiskys – war zu jener Zeit zu teuer und zu umständlich. Denn Whiskys durften nur in der Destillerie selbst unter Zollverschluss gemischt werden. Im jedem anderen Fall wurden sofort Steuern fällig.
Im Jahr 1860 wurde dann ein neues Gesetz, genannt "spirits act", in Kraft gesetzt, welches die schottische Whisky-Industrie revolutionierte. Es erlaubte das Verschneiden (Blenden) von Whiskys aus verschiedenen Destillerien, bevor darauf Steuern erhoben wurden.
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Dank ihm konnte Andrew Usher jr. –er hatte von seinem 1855 gestorbenen Vater die Firma übernommen – ein neues Verfahren entwickeln, welches die alte, auf Traditionen aufgebaute schottische Whisky-Industrie wirklich bis in ihre Grundfesten erschütterte. Andrew Usher jr. wollte einen billigeren Whisky herstellen. Dabei wollte er den von ihm vertretenen Malt-Whisky der Glenlivet Destillerie aus dem schottischen Hochland unbedingt mit in sein neues Produkt integrieren und einen wirklich guten, aber günstigen Whisky machen. Dieser sollte sowohl Grain- als auch Malt Whiskys enthalten.
Mit der Mischung von Malt Whiskys hatte Usher mit seinem Vater bereits viele Erfahrungen gesammelt. Er nutzte diese nun, um Single Malt und Grain-Whiskys nach einem Rezept zu "blenden".
Es gelang ihm, über Rezepturen mit genauen Mengen-Anteilen der verschiedenen Whisky-Sorten einen Whiskytyp zu schaffen, der reproduzierbar und immer, das heisst über mehrere Jahre, gleich schmeckend war. Er verwendete dazu Malt- und Grain-Whiskys aus verschiedenen Destillerien und entwickelte mit und aus ihnen ein spezifisches Geschmacksprofil. |

Andere grosse Firmen in den Lowlands (Johnnie Walker, Bell's, Haig, Dewar's usw.) machten es ihm bald nach und begannen, ihre Grain-Whiskys ebenfalls mit höherwertigen Malts aufzuwerten (zu blenden).
Die Blended Whiskys traten schon bald ihren Siegeszug rund um die Welt an.
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